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14.12.2019 16:42:20


Abwasserleitungen / Prüfung Einführung Y-Prinzip

Die Abwasserleitungen in unserer Gemeinde sind in drei Kategorien unterteilt (siehe nachfolgende Darstellung).

Eine Herausforderung, welche derzeit auch bei vielen anderen Gemeinden ansteht, ist der künftige Umgang mit den privaten Abwasser-Sammelleitungen. Diese stehen, meist ohne deren Wissen, im Eigentum der privaten Grundeigentümer (je nach Situation sind dies dutzende Grundeigentümer), welche nicht oder nur ungenügend organisiert sind. Oft ist der Zustand der Leitungen unbekannt und der betriebliche Unterhalt fehlt gänzlich. Die Organisation von Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Erneuerung sowie die Tragung der dafür notwendigen Investitionen liegen aber alleine bei diesen Grundeigentümern. Die Erfahrung zeigt, dass die privaten Sammelleitungsbesitzer nicht immer gleicher Meinung sind und vor allem die Verteilung der anfallenden Kosten grosse Probleme mit sich bringt.

Der Gemeinderat muss davon ausgehen, dass bei den privaten Sammelleitungen einiges an Sanierungsbedarf ansteht. Gemäss übergeordnetem Gesetz liegt die Verantwortung zur Umsetzung des Gewässerschutzes letztlich bei der Gemeinde. Sie hat dafür zu sorgen, dass die Privaten ihrer Unterhaltspflicht nachkommen und sie ist verpflichtet, diese auch durchzusetzen.

Zur Lösung der beschriebenen Problematik haben bereits viele Luzerner Gemeinden diese privaten Sammelleitungen mit der Einführung des sogenannten Y-Prinzips in den Unterhalt der Gemeinde übernommen und dagegen für deren Finanzierung die jährlich wiederkehrenden Betriebsgebühren leicht angehoben. Diese Strategie wird von Fachleuten sowie dem kantonalen Rechtsdienst empfohlen und aktuell vom Gemeinderat Udligenswil geprüft. Um das Ausmass der kommenden Sanierungskosten abzuschätzen, werden im nächsten Jahr die Kanalfernsehaufnahmen aus dem Jahr 2011 erneuert.

Ziel ist es, den künftigen Unterhalt der Abwasserleitungen nachhaltig zu regeln. Die Einführung des Y-Prinzips wird erstens sicherstellen, dass die Anlagen fachgerecht betrieben und unterhalten und zweitens Synergien mit der gleichzeitigen Sanierung von öffentlichen und privaten Anlagen genutzt werden. Ausserdem erübrigen sich wiederkehrende Diskussionen zur Verteilung der anfallenden Kosten für Betrieb (z.B. Spülen, Kanalfernsehen) und Unterhalt (Reparaturen, Sanierungen und Ersatz).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Gisela Künzli-Huber, Bauvorsteherin, 041 375 61 31, anwesend montags und dienstags.


Y-Prinzi
 

Datum der Neuigkeit 12. Nov. 2019
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